Sina alleine in der Welt
Endlich Erwachsen – oder doch noch nicht?
Eine Woche Borgo val di Taro – eine Familienferienwoche bei meiner Tante wie jedes Jahr? Nein, dieses Jahr ist alles anders als sonst. Erstens, meine Schwester ist nicht dabei, da sie noch in Kanada geblieben ist. Zweitens, meine Eltern sind nach drei Tagen wieder zurück in die Schweiz gefahren und drittens habe ich hier einen Job für einen ganzen Monat, in welchem ich schon ganze zwei Tage gearbeitet habe. Aber fangen wir von vorne an.
Am Montag vor einer Woche standen wir um drei Uhr nachts auf, damit wir den Rest meiner gewaschenen Kleider einpacken, Papa ein Fahrrad im Auto verstauen und dann um fünf Uhr Richtung Italien abfahren konnten. Mika schlief dies alles durch und somit musste ich mich mit einem Abschiedsblick anstelle eines Abschiedskuss begnügen. Die Fahrt nach Italien verlief zimlich unspektakulär, sowie auch die ersten paar Tage bei Zia. Man hätte sogar meinen können, dass es ganz normale Ferien waren – Baden, Shoppen, Gelato essen, mit den kleinen Cousinen spielen und natürlich Papa immer wieder eine Helly Hansen holen, weil er zu kalt hatte. Den ersten August feierten wir alle zusammen. Zia bereitete uns ein sehr leckeres Poolbuffet zu und die Kleinen sangen uns die verschiedensten Nationalhymnen vor.
Am Mittwoch hiess es dann aber eindeutig von normalen Ziaferien-Abschied zu nehmen, denn meine Eltern machten sich auf den Nachhauseweg. Ab dann durfte ich mich somit in Borgo Val die Taro alleine durchschlagen, was ich gerade in der ersten Nacht haut nah erleben konnte. Der Jetlag liess mich drei Stunden wach liegen und Bekanntschaft schliessen mit einer riesengrossen Spinne im Badezimmer. Wie es sich aber für eine junge, erwachsene Frau gehörte, war dies kein Problem für mich und ich konnte diese einfach vergessen und weiterschlafen. Okay, zugegeben verhielt sich dies nicht ganz so, sondern mehr als wäre ich ein fünf jähriges Mädchen, welches gerade einen Geist gesehen hatte. Voller Panik rannte ich so schnell ich konnte zurück in mein Zimmer, schloss alle Fenster und suchte mit viel Licht das Schlafzimmer ab, um sicher zu sein, dass eine zweite solche Begegnung vermieden werden kann. Durch verschiedenste Meditationspodcasts konnte ich mich dann schlussendlich wieder beruhigen und fand endlich Schlaf. Am nächsten Tag suchten Sabrina (meine Cousine) und ich das ganze Badezimmer ab, jedoch ohne Erfolg. Das hatte die Konsequenz für mich, dass ich für die nächsten Tage ein anderes Badezimmer benützen würde.
Am Freitag war es dann so weit und ich hatte meinen ersten Arbeitstag. Gut gelaunt, aber zimlich nervös trat ich in die Bar meines Cousins «Stilo di vino». Sandro begrüsste mich sofort herzlich und begann mir die nötigsten Dinge zu erklären, die anderen Mitarbeiter vorzustellen und kleine Aufträge zu erteilen – alles auf Italienisch. Zu meinem Erstaunen verstand ich jedoch bereits sehr viel und konnte somit alles umsetzen, was er von mir erwartete. Ihm aber auf Italienisch zu antworten, war noch eine Herausforderung, welche ich nicht bestreiten konnte. Um zehn Uhr durfte ich dann bereits wieder nach Hause und zu meinen Glück, war auch die Badezimmerspinne wieder aufgetaucht und konnte herausgeschmissen werden. Somit konnte ich dann in Ruhe schlafen, damit ich am Samstag für meine zweite Schicht bereit war. In dieser konnte ich nicht mehr verhindern, dass ich italienisch reden musste, denn meine neue Aufgabe war nicht mehr nur zu servieren, sondern auch Bestellungen aufzunehmen. Gut hatte ich das Sätzchen «Cosa posso fare per te», was so viel beduetet wie «Was kann ich für dich machen», schon fleissig zuhause gelernt und somit war alles halb so wild. Ich überwand meine Redescheu sogar, um mit Mathia und Valentina, meinen Arbeitskollegen, ein wenig zu plaudern. Wenn dass Italienisch jedoch nicht ausreichte, dann halfen die vielen Englischlektionen, die ich über die Jahre in der Schule hatte, weiter.
Sonntags hatte ich dann frei und zusätzlich das ganze Haus für mich. Ich nutzte die Stille aus, um ein wenig Netflix zuschauen, Musik zu hören und mit Mika und meinen Eltern zu telefonieren. Obwohl ich somit wenig gemacht hatte, fiel ich dann todmüde um etwa elf Uhr ins Bett. Heute morgen war dann die Stille wieder vorbei und dass ganze Haus wimmelte von kleinen süssen Kindern und etwas weniger kleinen und weniger süssen Erwachsenen. Ich hatte Glück und konnte mich aus dem wilden Getrubel hinausnehmen, in dem ich euch über meine Woche berichte.
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Eine Woche Borgo val di Taro – eine Familienferienwoche bei meiner Tante wie jedes Jahr? Nein, dieses Jahr ist alles anders als sonst. Erstens, meine Schwester ist nicht dabei, da sie noch in Kanada geblieben ist. Zweitens, meine Eltern sind nach drei Tagen wieder zurück in die Schweiz gefahren und drittens habe ich hier einen Job für einen ganzen Monat, in welchem ich schon ganze zwei Tage gearbeitet habe. Aber fangen wir von vorne an.
Am Montag vor einer Woche standen wir um drei Uhr nachts auf, damit wir den Rest meiner gewaschenen Kleider einpacken, Papa ein Fahrrad im Auto verstauen und dann um fünf Uhr Richtung Italien abfahren konnten. Mika schlief dies alles durch und somit musste ich mich mit einem Abschiedsblick anstelle eines Abschiedskuss begnügen. Die Fahrt nach Italien verlief zimlich unspektakulär, sowie auch die ersten paar Tage bei Zia. Man hätte sogar meinen können, dass es ganz normale Ferien waren – Baden, Shoppen, Gelato essen, mit den kleinen Cousinen spielen und natürlich Papa immer wieder eine Helly Hansen holen, weil er zu kalt hatte. Den ersten August feierten wir alle zusammen. Zia bereitete uns ein sehr leckeres Poolbuffet zu und die Kleinen sangen uns die verschiedensten Nationalhymnen vor.
Am Mittwoch hiess es dann aber eindeutig von normalen Ziaferien-Abschied zu nehmen, denn meine Eltern machten sich auf den Nachhauseweg. Ab dann durfte ich mich somit in Borgo Val die Taro alleine durchschlagen, was ich gerade in der ersten Nacht haut nah erleben konnte. Der Jetlag liess mich drei Stunden wach liegen und Bekanntschaft schliessen mit einer riesengrossen Spinne im Badezimmer. Wie es sich aber für eine junge, erwachsene Frau gehörte, war dies kein Problem für mich und ich konnte diese einfach vergessen und weiterschlafen. Okay, zugegeben verhielt sich dies nicht ganz so, sondern mehr als wäre ich ein fünf jähriges Mädchen, welches gerade einen Geist gesehen hatte. Voller Panik rannte ich so schnell ich konnte zurück in mein Zimmer, schloss alle Fenster und suchte mit viel Licht das Schlafzimmer ab, um sicher zu sein, dass eine zweite solche Begegnung vermieden werden kann. Durch verschiedenste Meditationspodcasts konnte ich mich dann schlussendlich wieder beruhigen und fand endlich Schlaf. Am nächsten Tag suchten Sabrina (meine Cousine) und ich das ganze Badezimmer ab, jedoch ohne Erfolg. Das hatte die Konsequenz für mich, dass ich für die nächsten Tage ein anderes Badezimmer benützen würde.
Am Freitag war es dann so weit und ich hatte meinen ersten Arbeitstag. Gut gelaunt, aber zimlich nervös trat ich in die Bar meines Cousins «Stilo di vino». Sandro begrüsste mich sofort herzlich und begann mir die nötigsten Dinge zu erklären, die anderen Mitarbeiter vorzustellen und kleine Aufträge zu erteilen – alles auf Italienisch. Zu meinem Erstaunen verstand ich jedoch bereits sehr viel und konnte somit alles umsetzen, was er von mir erwartete. Ihm aber auf Italienisch zu antworten, war noch eine Herausforderung, welche ich nicht bestreiten konnte. Um zehn Uhr durfte ich dann bereits wieder nach Hause und zu meinen Glück, war auch die Badezimmerspinne wieder aufgetaucht und konnte herausgeschmissen werden. Somit konnte ich dann in Ruhe schlafen, damit ich am Samstag für meine zweite Schicht bereit war. In dieser konnte ich nicht mehr verhindern, dass ich italienisch reden musste, denn meine neue Aufgabe war nicht mehr nur zu servieren, sondern auch Bestellungen aufzunehmen. Gut hatte ich das Sätzchen «Cosa posso fare per te», was so viel beduetet wie «Was kann ich für dich machen», schon fleissig zuhause gelernt und somit war alles halb so wild. Ich überwand meine Redescheu sogar, um mit Mathia und Valentina, meinen Arbeitskollegen, ein wenig zu plaudern. Wenn dass Italienisch jedoch nicht ausreichte, dann halfen die vielen Englischlektionen, die ich über die Jahre in der Schule hatte, weiter.
Sonntags hatte ich dann frei und zusätzlich das ganze Haus für mich. Ich nutzte die Stille aus, um ein wenig Netflix zuschauen, Musik zu hören und mit Mika und meinen Eltern zu telefonieren. Obwohl ich somit wenig gemacht hatte, fiel ich dann todmüde um etwa elf Uhr ins Bett. Heute morgen war dann die Stille wieder vorbei und dass ganze Haus wimmelte von kleinen süssen Kindern und etwas weniger kleinen und weniger süssen Erwachsenen. Ich hatte Glück und konnte mich aus dem wilden Getrubel hinausnehmen, in dem ich euch über meine Woche berichte.
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Kommentare
Doris&Roli:
Ich kann deinen Erzeugern nur gratulieren haben alles SUPER gemacht ;-) Freue mich auf deine Berichte. Eine feste Umarmung s Nani hab dich LIEB
erfasst am 16.08.2023 um 08:27 Uhr
Mami:
Wau, das mit der Spinne hast du gut gemeistert ; bin stolz auf dich. Du hast die Schreibgene von deinem Papi geerbt, dein Eintrag liest sich flüssig und macht Lust auf mehr. Weiterhin viel Spass in Borgotaro und toi toi toi beim Arbeiten. Hab dich lieb
erfasst am 13.08.2023 um 07:05 Uhr
Babalu:
Cool dein erster Blog. Du wirst erwachsen. Wobei man das erst wirklich ist wenn man eigene Kidis hat Aber geniesse erst mal die Selbständigkeit fürs erste. Bin Stolz auf Dich. Das Meistern einer Spinnenbegegnung zeugt in Deinem Fall von Reife, wenn auch Mithilfe vom Internet. Freue mich auf deinen 2. Eintrag. Du hast gut angefangen und so selbst die Messlatte hoch gelegt.
Kussi
erfasst am 10.08.2023 um 23:22 Uhr
Doris&Roli:
Ich kann deinen Erzeugern nur gratulieren haben alles SUPER gemacht ;-) Freue mich auf deine Berichte. Eine feste Umarmung s Nani hab dich LIEB
erfasst am 16.08.2023 um 08:27 Uhr
Mami:
Wau, das mit der Spinne hast du gut gemeistert ; bin stolz auf dich. Du hast die Schreibgene von deinem Papi geerbt, dein Eintrag liest sich flüssig und macht Lust auf mehr. Weiterhin viel Spass in Borgotaro und toi toi toi beim Arbeiten. Hab dich lieb
erfasst am 13.08.2023 um 07:05 Uhr
Babalu:
Cool dein erster Blog. Du wirst erwachsen. Wobei man das erst wirklich ist wenn man eigene Kidis hat Aber geniesse erst mal die Selbständigkeit fürs erste. Bin Stolz auf Dich. Das Meistern einer Spinnenbegegnung zeugt in Deinem Fall von Reife, wenn auch Mithilfe vom Internet. Freue mich auf deinen 2. Eintrag. Du hast gut angefangen und so selbst die Messlatte hoch gelegt.
Kussi
erfasst am 10.08.2023 um 23:22 Uhr